Thomas Hippe alias Jazzy-T Blues Harp / Mundharmonika Live - Studio - Unterricht
            Thomas Hippe alias Jazzy-T             Blues Harp / Mundharmonika Live - Studio - Unterricht

Tipps zum Üben für den Einstieg 

Am Anfang ist es nicht so einfach herauszufinden, was und wie geübt werden soll, um effizient voranzukommen. Unser Ziel ist es ja, einen Song mit einem guten Sound spielen zu können, ohne uns zu überfordern.

 

Hier ein paar Tipps:

 

  • Immer nur eine Sache üben, niemals zwei oder mehr Dinge gleichzeitig.

       D.h., dass wir z-B. bei einer Atemübung noch keinen sauberen
       Einzeltönen brauchen. Hier geht es erst einmal um das
       Verstehen der Prozesse bei der Atmung. Erst wenn die
       Atemübung gut läuft kann versucht werden, sie mit einem
       guten Einzelton zu kombinieren. Die Voraussetzung hierzu ist
       dann allerdings, dass auch der Einzelton perfekt funktioniert.
       Wenn dem so ist, üben wir wieder nur eine Sache, nämlich die
       Kombination von Atmung und sauberem Einzelton. Diese
       Übungslogik verhindert unnötige Frustrationen.

  • Jede Übung sollte sehr präzise einstudiert werden, damit man das jeweilige Übungsthema dann im Spiel integrieren kann.

       Das beste Beispiel hierfür ist das Spiel eines sauberen
       Einzeltons. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass

        - kein Kratzton entsteht

        - kein Nebengeräusch wie z.B. von Nebenluft produziert wird

        - jeder Tonwechsel ohne Kratzen und Nebengeräusche
          funktioniert

  • Einplanen einer Belohnung bei jeder Übungssession.

       Das ist in der Regel das Spielen von einem Song oder freies
       Spielen. Ich halte dies für sehr wichtig, da permanentes Üben
       an den Problempunkten sehr schnell frustrieren kann.

  • Problempunkte immer am Anfang jeder Übungssession einplanen und beüben.

        Paradebeispiele sind hier der saubere Einzelton im Ziehen,
        Kehlkopfvibrato oder das Bending. Wenn man sich hierfür
        regelmäßig nur 1-2 Minuten Zeit nimmt hat man die Übung
        bearbeitet, verliert im Laufe der Zeit den Schrecken vor
        diesen Themen und sie werden immer besser. Vieleicht
        langsam, aber es wird sich ein Erfolg einstellen. 

  • Routine durch permanente Wiederholungen 

        Übungen benötigen Routine und müssen daher immer wieder
        versucht werden. Nur so bekommt man die nötige Sicherheit. 

  • Perfektion durch extreme Langsamkeit beim Üben

       Jede Übung, jeder Song sollte ganz langsam einstudiert
       werden. Dabei immer darauf achten, dass keine Neben-
       geräusche durch Luft oder Kratzer entstehen. Das wird nur
       dann funktionieren, wenn man sehr langsam übt. Schnelles
       Spiel ist nichts weiter als Spielroutine und schnell realisierbar,
       wenn man beim langsamen Spiel auf die Perfektion im Ton
       und in den Tonübergängen achtet. 

  • Die Tonformung als wichtigstes Element des Spiels:

Bei der Erarbeitung der akustischen Effekte sollte sehr präzise vorgegangen werden, da diese Techniken für die Tonformung von entscheidender Bedeutung sind. Das wichtigste bei einem Instrument sind immer die

Möglichkeiten der Tonformung durch Effekte wie Hand-,

Kehlkopf- und Zwerchfellvibrato, perkussives Spiel und

Mundholraumveränderung. Daher sollten auch diese
Techniken sehr präzise geübt werden. Sie stellen den Diamanten des Tones dar. Hochkomplexe Spieltechniken sind ohne eine gute Tonformung vollkommen uninteressant.  

  • Generell kann jede Übung abgeschlossen werden, wenn alle Vorgänge präzise laufen.

       Hierunter ist zu verstehen, dass nicht mehr über Spiel-
       techniken
nachgedacht werden muss, sondern diese
       automatisiert wurden und nur noch eine Klangvorstellung im
       Kopf existiert, die dann am Instrument umgesetzt wird. Dieser
       Prozess basiert allein auf einer regelmäßigen Übungsroutine.

  • D.h., es sollte jeden bzw. jeden zweiten Tag etwas geübt werden mit minimal ca. 10-15 Minuten.
    • Je mehr Zeit aufgewendet werden kann, desto besser.
    • Dennoch sollten Übungen in dem Moment abgebrochen werden, wo sie stagnieren bzw. sogar schlechter werden. Dann ist ein weiteres Üben sinnlos. In so einem Fall die Übungen lieber am nächsten Tag erneut aufnehmen.       

Jede Übung, speziell die Effekte, sollte daher sehr präzise geübt werden. Denn durch die Übung bekommen wir eine Klangvorstellung. Haben wir schlecht geübt, ist diese ernüchternd und das Spiel wird immer mittelmäßig ausfallen. Haben wir hingegen gut geübt, ist unser Klangvorstellung im Kopf exzellent und der Ton am Instrument unschlagbar.

 

WICHTIG:

  • Der Sound, den wir am eigenen Ohr hören, entspricht nicht dem, was die Zuhörer im Publikum hören werden. Dieses Phänomen ist jedem Sänger und Bläser bestens bekannt:
  • Wir hören beim Spiel nur die Vibration unserer Kopfknochenstruktur
  • Daher ist der Sound bei einer Aufnahme oft so schlecht.
  • Wir müssen unseren Sound am Ohr mit dem Sound, der 1 ½ bis 2 Meter von uns entfernt entsteht, abgleichen. Nur so bekommen wir ein Gefühl dafür, wie unser Sound wirklich klingt.
  • Dazu ist die Aufnahme des eigenen Spiels bestens geeignet
  • Alternativ kann man auch in einem natürlichen Hallraum wie z.B. Badezimmer, Fußgängerunterführung, Treppenhaus, Keller oder Tiefgarage üben. Denn hier kommt der Sound von allen Seiten wieder zu uns zurück und wir können so sehr gut beurteilen, wie wir denn wirklich klingen.      

Üben von Songs:

  • Hier sind drei Ebenen wichtig:
    1. Erst soll die Abfolge der Töne gut laufen. Dafür spielen wir die Töne ohne Rhythmik und Tonformung.
    2. Jetzt kann die Rhythmik geübt und mit der vorher geübten Tonabfolge kombiniert werden.
    3. Zum Schluss kommt die Tonformung mit den Effekten. Wir spielen den Song mit der Rhythmik und versuchen jedem Ton lebendig zu gestalten. Denkt dabei immer an das Erzählen einer Geschichte mit dem Unterschied, dass ihr jetzt keine Worte, sondern Töne dazu einsetzt. Diese Vorstellung hilft, Ideen zu entwickeln.
  • Das Zusammenspiel aller drei Ebenen ist extrem wichtig für ein perfektes, interessantes und bewegendes Spiel.

    Tipps hierzu:

  • Bevor z.B. die Tonabfolge und die Rhythmik zusammen- gespielt werden können, muss die Tonabfolge sicher laufen. D.h., es darf jetzt beim Spielen des Songs kein Stolpern vorkommen, kein schlechtes Treffen von Tönen. Erst wenn das gewährleistet ist, sollte die Rhythmik beigebracht werden.   
  • Wenn diese beiden Ebenen sicher funktionieren, kann die Tonformung als finales Übungselement hinzugezogen werden.
    • Für die Tonformung ist es vorteilhaft, den Song oder die jeweilige Übung auswendig spielen zu können, da jetzt die volle Konzentration auf die Entfaltung der Töne gelenkt werden kann.
  • Es ist ideal, wenn man sich ab und an beim Spiel aufnehmen kann. Vorzugsweise sollte dieser Schritt immer da angesetzt werden, wo man der Meinung ist, dass das was man spielt, sehr gut klingt. Dann hört man sich die Aufnahme an und versucht herauszufinden, was einen ggf. noch am Sound stört. Jetzt kann die Korrektur von Problemfeldern beginnen und der Sound wird auf diese Art immer besser werden.    

 

 

Coyright by Thomas Hippe alias Jazzy-T

Wochenübungsplan
Hier zeige ich, wie man sich einen Übungsplan erstellen kann. Ziel es hier, nicht zu vergessen und den Plan gemäß dem persönlichen Zeitbudget aufzustellen. Somit kann ein Übungstag aus dem Wochenübungsplan auch auf 1 Woche verteilt werden. Es geht darum, möglichst jeden 2. Tag zu üben. So geht es am schnellsten voran.
Wochenübungsplan Grundstufe.pdf
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Kontakt

Thomas Hippe

alias Jazzy-T
Hohenklingenstr. 29
81375 München

Meine Töchter beim Blues Harp spielen
Mein Sohn in frühen Jahren beim musizieren.

Telefon: 

089-23965727

0171-6583670

 

e-mail:

hippethomas@hotmail.com

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