Thomas Hippe alias Jazzy-T Blues Harp / Mundharmonika Live - Studio - Unterricht
            Thomas Hippe alias Jazzy-T             Blues Harp / Mundharmonika Live - Studio - Unterricht

Improvisation:

 

Dieses Thema ist für jeden Musiker von enormer Bedeutung

 

  • In einer Improvisation hast du die Möglichkeit, deinen Ideen freien Lauf zu lassen, fernab von Noten oder Tabulaturen.
  • Denn das Ziel ist: sich in ein Stück einfühlen zu können und dann ohne Vorlagen aus dem selbst erarbeiteten Fundus der Töne und Tonformung im Kontekt zum Stück zu spielen.

 

Doch wie bekommst du die Ideen für eine Improvisation? Die folgenden Übungen sollen hierzu die entsprechenden Impulse geben.

 

Die Übungen sind sehr intensiv, aber sie bereiten schon beim Spielen und Versuchen hoffentlich viel Spass und führen dich ins freie Spiel.

 

Spietechnisches Know How:

  • Das Wichtigste ist immer zu wissen, wo welcher Ton liegt und wie er klingt.

    • Spiel daher immer wieder die Tonleitern wie z.B. C Dur für die 1. Position und G Dur für die 2. Position sowie d Moll für die 3. Position (2. und 3. Position lassen sich herrlich im Spiel kombinieren) auf der C-Harp von Kanal 1-10 rauf und runter, mal langsam, dann schnell. So kannst du schnell Melodien aufnehmen und mitspielen.

    • Integriere dann alle Bendingtöne, auf jedem Kanal. So realisierst du schnell, wie die Töne wo klingen.

    • In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Unterlage zur Tonbelegung auf der Harp hinweisen. Auch danach kann man Ton für Ton üben, um ein Gefühl für den Tonvorrat zu bekommen. 

  • Sprungübungen:

    • Anspielen aller gleichen Einzeltöne über die ganze Kanzelle verteilt wie z. B. das C auf den Kanälen 1-4-7-10 blasen.

    • Entscheidend hierbei ist, die Töne dann durcheinander anzuspielen, also z. B. erst Kanal 4 blasen, dann 10 usw.

    • Diese Übung gilt natürlich auch für die Akkorde und sämtliche Intervalltypen.

    • Hierdurch können wir in jeder Lage problemlos hin und her springen. Dies ist eine reine Handlingübung zum problemlosen Treffen aller Töne.

  • Beherrschung der akustischen Effekte und deren Kombination

    • Für die Variationsmöglichkeiten im Sound.

    • Dieser Aspekt ist extrem wichtig und absolut gewinnbringend für das Spiel.

    • Einen Ton leblos in den Raum zu stellen ist uninteressant, ihn zum Leben zu erwecken bedeutet dagegen, ein Stück in jeder Hinsicht emotional und spannend spielen zu können.

    • Zudem steigt die Variabilität im Spiel allein dadurch gewaltig.    

  • Beherrschung des Bending

    • Damit wir so richtig prägnant bluesig spielen oder Halbtöne korrekt anspielen können.

  • Realisierung schneller Wechsel zwischen Einzeltönen, Intervallen, Akkorden:

    • Dies ist zur Verbesserung des Sounds in Bezug auf Klangfülle und Variationsmöglichkeiten ein völlig neuer Weg.

    • Es klingt nun ähnlich dem Spiel auf der Gitarre oder dem Klavier.

    • Wenn schon die Möglichkeiten des Zusammenspiels von mehreren Tönen auf der Harp gegeben sind, wäre es doch eher verwegen, dieses Potential nicht auszuschöpfen. Ich kann diese Techniken nur wärmstens empfehlen.  

  • Versuch Linien, die im unteren Bereich der Kanzelle gespielt werden, auch im mittleren und oberen Bereich nachzuspielen.

    • Das fördert deine Fertigkeit auf der Harp  ungemein. Du wirst von den einzelnen Lagen unabhängiger und spielst, wo du willst.

Hörtechnisches Know How:

  • 1/

    • Versuch bei deinen Lieblingsplatten mit der Harp die Melodie aufzunehmen und das nachzuspielen, was der Harpspieler da macht.

    • Hierzu sollten keine Noten oder Tabulatur verwendet werden, da das Gehör geschult werden soll! Eine ganz wichtige Übung.

  • 2/

    • Nachspielen eines Blues Harp Songs nach Noten und Tabulatur sowie einem Hörbeispiel (CD etc.).

    • So bekommst du schnell einen Überblick, was der Harper da spielt und wie er seine Intros, Fillins und Soli aufbaut.

    • Zudem hat dies noch den Vorteil, sich schnell einiges abschauen zu können, was dann in der eigenen Improvisation Verwendung finden kann.

    • Dies ist eine gute Möglichkeit, sich die Licks und Soli der Spitzenspieler auf einfache Weise zu erarbeiten.

  • 3/

    • Spielen zu Playalongs.

    • Diese Methode hat den Vorteil, dass hier keine andere Harp bereits etwas vorgibt, jetzt kann man selber versuchen, zu dem musikalischen Hintergrundteppich eine Melodie zu spielen.

  • 4/
    • Freies Spiel ohne eine Vorlage: Hierzu kann man sich einen eigenen Rhythmus über die Akkorde auf den unteren 3 Kanälen aufbauen und dazu immer wieder mal Einwürfe mit EInzeltönen, Akkorden, Intervallen einspielen. 
    • So kannst du dich ausprobieren, ohne sich auf einen vorgegebenen Rhythmus oder musikalischen Ablauf konzentrieren zu müssen.
    • Der Vorteil hier: Man entdeckt völlig neue Tonkombinationen und es macht einen riesigen Spass, selbst etwas zu erfinden.

 

Wenn man in diesen Ebenen übt, wird man auch ohne musiktheoretische Kenntnisse sehr wohl schnelle Vorschritte bei der Improsivation machen.

 

Alle diese Dinge helfen ungemein, eigene Improvisationslinien zu entwickeln.

  • Am Anfang übernimmt jeder erst einmal die Linien der Idole.
  • Bald merkst du aber schnell, das hier und da noch einiges Potential für Veränderungen vorhanden ist. Das ist dann der Moment, von dem an du frei Ideen entwickeln kannst.
  • Es ist also alles kein Geheimnis, sondern eher eine Frage der Übung und des eigenen Selbstbewusstseins.
  • Letzteres ist übrigens unabdingbar, um sich ungehemmt auf der Bühne bewegen und seine musikalischen Ideen frei im Spiel umsetzen zu können.

 

TIPP:

  • Ideal ist es, sein Spiel immer wieder zur konstruktiven Selbstkontrolle in dem Moment aufzunehmen, wenn man selber der Meinung ist, dass das Stück oder die Übung richtig gut läuft.
  • Die Selbstkontrolle durch eine Aufnahme ist ungemein effizient. Nur so kann eine gute Intonation des Tones und ein flüssiges, interessantes Spiel erlernt werden.
    • Wenn man sich selber nur während des Spielens abhört, klingt immer alles super. Das liegt daran, dass ein Bläser als Sound die Vibration der Kopfknochenstruktur wahrnimmt und damit nicht beurteilen kann, wie der Sound nur 1 ½ Meter von ihm entfernt klingt bzw. beim Publikum ankommt.
    • Auf einer Aufnahme wird am Anfang der Sound deutlich anders klingen, als man es erwartet hätte. Das ent- scheidende bei der Eigenkontrolle ist ein selbstkritischer Umgang mit dem, was man da hört. Es geht jetzt darum, das Gehörte zu analysieren und die Fehler im Klang konsequent zu verbessern. Schwachstellen können auf diese Weise am besten beseitigt werden.    
  • Hierzu reicht ein altes Kassettendeck, das Handy oder Smartphone, der PC oder ein ganz simples, kleines digitales Diktiergerät für ca. € 50,00 (mit integriertem Mikrophon und einer SD Card als Speichermedium).

 

Hier einige Übungen zu diesem Thema:

 

Eine Übung für den Wechsel von Einzeltönen auf Akkorde und Intervalle
Die Übung soll ein Gefühl für die Wechsel zwischen Einzeltönen, Akkorden und Intervallen aufzeigen.
0510090001.jpg
JPG-Datei [753.4 KB]

Wechselübungen von Einzelton auf Akkord und verschiedene Intervalltypen

 

1. Zeile

 

http://youtu.be/lbkrFqvRZR8

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2. Zeile

 

http://youtu.be/ORDIQtVNTb8

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3. Zeile

 

http://youtu.be/KajXE3X28ec

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4. Zeile

 

http://youtu.be/ubRMnA3Kjnw

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5. Zeile

 

http://youtu.be/JTbLTgbsfAs

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6. Zeile

 

http://youtu.be/6PYqUOpHiks

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Die G Dur Tonleiter und 3 Abwandlungen
Die G Dur Tonleiter wird hier mit 3 Varianten dargestellt.
G Dur in Varianten_Neu.jpg
JPG-Datei [584.7 KB]

Die G Dur Tonleiter in 3 Varianten

 

1. Zeile

 

http://youtu.be/ghgZIfNyEvQ

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2. Zeile

 

http://youtu.be/_ba0MarpO9k

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3. Zeile

 

http://youtu.be/yr3vMC7y2bA

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4. Zeile

 

http://youtu.be/8jOUJZcSr8M

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Die G Dur Tonleiter in allen Varianten unten gespielt

 

http://youtu.be/pKiwM9ly_9o

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Hier sind noch weitere sehr interessante Übungsansätze:

 

Blatt 1 - G Dur mixolydisch von Kanal 1 bis 6 und Anspielen von jedem 2. Ton in der Tonleiter
Hier wird der Tonvorrat der mixolydischen Tonleiter dargestellt.
Tonleiterübung mixolydisch Variation 1.t[...]
Tagged Image File [4.2 MB]

Hier ist das Video dazu:

 

https://youtu.be/Q4aWhwynw4M

 

 

Blatt 2 - Anspiel in der G Dur Tonleiter von jedem 3. und 4. Ton
Hier wird jeder 3. und 4. Ton der Tonleiter angespielt, um die Fertigkeit innerhalb der Tonstruktur zu festigen.
Tonleiterübung mixolydisch Variation 2.t[...]
Tagged Image File [4.2 MB]

Hier ist das Video dazu:

 

https://youtu.be/TSfohuIg-W0

 

 

Blatt 3 - Die wichtigsten Töne der mixolydischen G Dur Tonleiter und das Durcheinanderspielen im Tonvorrat
Hier werden die wesentlichen Töne der mixolydischen Tonleiter gezeigt und wir man den Tonvorrat durcheinander spielen kann.
Tonleiterübung mixolydisch Variation 3.t[...]
Tagged Image File [4.2 MB]

Hier ist das Video dazu:

 

https://youtu.be/qh2upBy3m2Q

 

 

Blatt 4 - Intergrieren von tonleiterfremden Tönen und die wichtigsten Töne auf den unteren 3 Kanälen
In diesem Beispiel wird das beibringen von Tönen, die nicht in der regulären Tonleiter enthalten sind, geübt.
Tonleiterübung mixolydisch Variation 4.t[...]
Tagged Image File [4.2 MB]

Hier ist das Video dazu:

 

https://youtu.be/dZGpzUZywxM

 

Weitere interessante Übungen zu diesem Thema sind bei den folgenden Rubriken unter "Kursinhalte" abrufbar:

 

Rubrik "Die 2. Position, Cross Harp":

 

- weitere hochinteressante Übungen zu den Tonleitern 

- Detailbetrachtung zur Cross Position

 

Rubrik "Zusatzthemen":

 

- Tipps zum Bluesspiel

- Integrieren des Bending ins Spiel

- Integrieren der Intervalle ins Spiel

- Integrieren der Akkorde und Intervalle ins Spiel

- Tipps zum Akkordspiel

 

Kontakt

Thomas Hippe

alias Jazzy-T
Hohenklingenstr. 29
81375 München

Meine Töchter beim Blues Harp spielen
Mein Sohn in frühen Jahren beim musizieren.

Telefon: 

089-23965727

0171-6583670

 

e-mail:

hippethomas@hotmail.com

hippethomas@gmx.de

 

Skype:

hippethomas@hotmail.com

 

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